FEMINISTISCHE KRITIK DER AFFEKTIVEN ARBEIT
Mit Felicita Reuschling.

Freitag, 17.06.2011 | 16:00 Uhr | Universität Bielefeld | Hörsaal 14

Seit dem Erscheinen des postoperaistischen Titels „Empire“ vor etwa 10 Jahren, gehört das Werk von Negri/Hardt zu den meistdiskutierten Theorien der Linken. Lange Zeit wurde „Empire“ euphorisch als neuer politischer Einsatz gefeiert, der endlich dem geschmähten Arbeiterbewegungsmarxismus und seiner Marginalisierung von unterschiedlichen Arbeitsformen etwas Neues entgegenzusetzen versprach.
Zu den zentralen Begriffen postoperaistischer Theorie gehört die affektive Arbeit. Dieses Konzept verspricht aktuelle Arbeitsverhältnisse angemessen beschreiben zu können und die traditionellen Trennungen zwischen Reproduktion und Produktion sowohl praktisch als auch theoretisch zu überwinden. Doch dieses Ziel wird verfehlt.
Im Referat wird es darum gehen, zu erörtern, wie durch das Konzept der affektiven Arbeit die geschlechtliche Arbeitsteilung und ihre Bedeutung für die kapitalistische Gesellschaftsordnung unsichtbar gemacht wird. Es gilt zu analysieren, warum bezahlte wie unbezahlte Reproduktionsarbeit auch im modernen Kapitalismus Frauenarbeit geblieben ist und, warum diese Tätigkeiten im Kapitalismus abgewertet werden.

Organisiert von der gewerkschaftsnahen Hochschulgruppe »Alles für Alle«.

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