Autoritäre Herrschaft und Postsäkularität

Volker Weiß über metahistorische Argumentationsweisen zur Legitimation autoritärer Herrschaft. Gehalten am 15.06.2011 in der Universität Bielefeld.

Die Berufung auf metahistorische Autoritäten gewinnt im politischen Diskurs sichtbar an Bedeutung. Wurden diese hauptsächlich im klassischen Konservatismus zur Legitimation der Herrschaft, sind heute ähnliche Argumentationen in alle politischen Strömungen eingewandert.
Die systematische „Entzauberung der Welt“ (Max Weber) hatte den religiösen Mythos nicht obsolet gemacht, sondern seine Erscheinungsform transformiert. Selbst die direkte Berufung auf Gott ist heute national wie international im politischen Diskurs wieder salonfähig. Kann man daher gar von einem beginnenden postsäkularen Zeitalter sprechen? Der Vortrag soll in die Rolle metahistorischer Argumentationsweisen zur Absicherung von Herrschaft einführen.
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Volker Weiß lebt in Hamburg und ist Historiker, Publizist und Autor u.a. der Berliner Wochenzeitung Jungle World. Neu erschienen auch sein Buch „Deutschlands Neue Rechte. Angriff der Eliten – Von Spengler bis Sarrazin“ im Schöningh Verlag.

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