„Was uns beherrscht…“ – Veranstaltungsreihe zur Kritik gesellschaftlicher Verhältnisse.

»Wir mögen nicht wissen, was der Mensch und was die rechte Gestaltung der menschlichen Dinge sei, aber was er nicht sein soll und welche Gestaltung der menschlichen Dinge falsch ist, das wissen wir, und einzig in diesem bestimmten und konkreten Wissen ist uns das Andere, Positive, Offen.« Theodor W. Adorno

Was uns beherrscht…
Veranstaltungsreihe zur Kritik gesellschaftlicher Verhältnisse .

Die Beantwortung der scheinbar so einfachen Frage nach den Gründen des Ausbleibens einer allgemeinen menschlichen Emanzipation von Herrschaft, in der ein jedes Individuum nach dessen Fähigkeiten und dessen Bedürfnissen, dabei ohne Angst verschieden zu sein, leben kann, entpuppt sich als ein schwieriges Unterfangen.
Gerade im Zuge historischer Erfahrungen und Ereignisse, sowie der Tatsache des Fortbestehens Leid produzierender Verhältnisse, erscheint uns diese Frage aktueller denn je.
Denn die Tatsache, dass alle gesellschaftlichen Strukturen und Verhältnisse von Menschen geschaffen worden sind und zu ihrer Aufrechterhaltung permanent von ihnen reproduziert werden müssen, begründet auch zugleich ihre prinzipiell mögliche Überwindung.
Auch die objektive Existenz der konkreten materiellen und technischen Vorraussetzungen beziehungsweise abstrakten Möglichkeiten zur Errichtung einer Welt, in der beispielsweise kein Mensch mehr hungern müsste, drängt angesichts der tagtäglich erfahrbaren Gewalt und des Leides zu der Frage, warum es dazu nicht kommt.

Daher möchten wir in dieser ersten Veranstaltungsreihe einen zaghaften Blick auf die Fragen werfen: Was beherrscht uns da eigentlich? Was sind das für gesellschaftliche Verhältnisse, die einem selbstbestimmten Leben im Wege stehen? Wie und vor allem warum funktioniert das alles so, wie es funktioniert?
Dabei geht es uns um eine Analyse und Kritik, welche sich nicht an der Oberfläche der gesellschaftlichen Realität abarbeitet, sondern versucht, an die Wurzeln des Übels zu gelangen. In anderen Worten bedeutet das, die wesentlichen Ursachen gesellschaftlicher Ausbeutung, Gewalt und Unfreiheiten aufzudecken.

Dafür haben wir zu verschiedenen Themen Referent_Innen eingeladen, die uns einen ersten Einblick in spezifische gesellschaftliche Phänomene liefern und anschließend die Möglichkeit für angeregte Diskussionen eröffnen.
Wir sind uns dessen durchaus bewusst, dass in dieser Veranstaltungsreihe nicht alles thematisiert wird, was zu thematisieren wäre. Um diesem Anspruch so gut es geht gerecht zu werden, wird diese Veranstaltungsreihe im nächsten Jahr fortgesetzt.

Neben Vorträgen und Diskussionsveranstaltungen, wird es, außer zwei spannenden Lesungen und einer Filmvorführung, abschließend eine fette Party geben, bei der zu leckeren Getränken und elektronischer Tanzmusik das Gehörte, Gesehene und Reflektierte angemessen verarbeitet werden kann.

Wir hoffen durch diese Veranstaltungsreihe bei der_dem Einen oder Anderen das Bewusstsein dafür zu schärfen, was alles und warum es verkehrt läuft.
Dabei begreifen wir die Vermittlung von Kritik und das Initiieren kritischen Bewusstseins als eine Form der Praxis, welche die notwendigen Vorbedingungen zum Entstehen einer Bewegung, die die jetzigen Zustände aufhebt, schafft.

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